2011 hatte ich die erste Begegnung mit friedlichen buddhistischen Mönchen und dem nepalesischen Volk.

Ein Volk, das schon viel entbehren musste und teils unter unmenschlichen Lebensbedingungen, wie 14 - 18 Stunden am Tag kein Strom, keine Heizung, kein Kamin oder ohne Ofen schlafen und leben muss. Die Menschen können jeden Tag meist nur mit kaltem Wasser duschen oder Wäsche waschen. Und trotz dieser widrigen Bedingungen sind sie sehr gastfreundlich, haben so viel zu geben und sind mit ihrem Leben zufrieden und glücklich über das, was sie haben. Das hat mich sehr berührt.

Die medizinische Versorgung für Menschen, die arm sind, ist gleich null. Egal, wie schwer sie verletzt sind, wenn der Krankenwagen nicht bezahlt werden kann, werden die Menschen einfach liegen gelassen.

Im Jahr 2011/2012 bei meinem 3-monatigen Aufenthalt in einem buddhistischen Kloster durfte ich mich ganz neu kennenlernen. 7 - 8 Stunden tägliche Meditation, unzählige Gespräche mit Mönchen und dem nepalesischen Volk gaben mir meine heutige Kraft, Energie und die Inspiration für die etwas andere Massage-Praxis und die sozialen Projekte in Nepal.

2011 spendete ich einer mehr als 20-köpfigen Familie Gewächshäuser, damit sie sich das ganze Jahr über mit Obst und Gemüse selbst versorgen kann. Das Konzept ist aufgegangen, und bis heute stehe ich mit der Familie in engem Kontakt und erfahre immer wieder, was gerade Neues gesät wurde, oder was sie ernten. Im Januar 2015 konnten meine Frau und ich uns vor Ort von dem Erfolg dieses Projekts persönlich überzeugen und wurden wie zwei neue Familienmitglieder herzlich empfangen und aufgenommen.

Hier ein paar Bilder von dem Projekt Gewächshäuser in Nepal/Pharping:

Auf den folgenden 2 Bildern ist das Stück Land zu sehen, bevor schweres Gerät zum Einsatz kam und aus mehreren Reisterrassen zwei große Flächen wurden.





Jetzt kommt der Bagger zum Einsatz:





Das Oberhaupt der Familie, der Papa, sagt dem Baggerfahrer, wo er graben darf - nicht, dass hier noch das Feld eines Nachbarn platt gemacht wird.





Wie man sieht, sind wir nach 2 Tagen gut vorangekommen.





Nach der Fertigstellung wurde ein Großteil der Fläche für die offene Saat genutzt und ein Teil für Gewächshäuser (nepalesischer Art).



Das Material, das hierzulande für Gewächshäuser verwendet wird, besteht aus Bambus und Plastikfolie.







Da ich wusste, dass ich im Januar 2015 für einen Monat wieder nach Nepal/Pharping fliegen würde, um zu meditieren und vor Ort die Einwohner bzw. Mönche zu behandeln, fing ich im August 2014 an, Spenden für das nächste soziale Projekt zu sammeln.

Dieses Mal ging es um eine 6-köpfige Familie, die sich 2 Räume von 6 und 9 Quadratmetern teilte. Der Vater der Familie versuchte schon seit 21 Jahren (seit der Geburt seiner ersten Tochter), das Geld von ca. 4.000 € für neue Räume zusammenzusparen. Dies gelang ihm aus eigener Kraft nicht, da immer wieder etwas dazwischen kam, wie Krankheit der Kinder oder andere wichtige Dinge, die sie zum Leben brauchten.

Mit Ihrer Hilfe, liebe Spender - von mir an dieser Stelle ein nochmals herzliches und unendliches Dankeschön für Ihre großzügige Spendenbereitschaft - war es mir möglich, vor Ort das Baumaterial und die Bauarbeiter zu organisieren. Noch innerhalb meines einmonatigen Aufenthalts war es den Bauarbeitern gelungen, alle Mauern für die 3 neuen Räume auf einer weiteren Etage aufzubauen.

Nun waren nur noch die Feinarbeiten zu bewältigen, um die 3 neuen Räume zu beziehen. Statt die Feinarbeiten anzugehen, wollte die Familie es sich nicht nehmen lassen, mit dem übriggebliebenen Baumaterial und von ihrem restlichen Ersparten nochmals 2 neue Räume auf einer weiteren Etage zu errichten und dies, liebe Spender, für Sie.

Ja, Sie haben richtig gelesen - ich soll Ihnen allen ausrichten, dass jeder Spender herzlich eingeladen ist, bei der Familie in den 2 obersten Räumen, die ausschließlich den Spendern zur Verfügung stehen, jederzeit kostenlos zu übernachten.

Ich denke, an dieser Stelle ist dem Ganzen nichts mehr hinzuzufügen, denn auch mir hat es in dem Augenblick, als ich es erfuhr, die Sprache verschlagen.

Hier nun die Bilder von dem Projekt Hausbau in Nepal/Pharping:

Dieses Bild entstand, als wir der Familie von der Spende erzählten, nur der Sohn fehlte an dem Tag. So wirklich glauben wollten sie es uns wahrscheinlich nicht, oder sie standen noch unter Schock, weil meine Frau und ich bei der Verkündung vor lauter Freude den Tränen freien Lauf ließen. Erst als das erste Material geliefert wurde und die Bauarbeiter vor der Tür standen, haben sie registriert, dass es kein Scherz war. 



Auf dem nächsten Bild sieht man das Haus in der Mitte aus der Vogelperspektive und von hinten, das Nachbarhaus ist rechts und der Schweinestall (kleines Gebäude) links. Ich habe es vom buddhistischen Bergkloster (Asura Cave) aus fotografiert. In diesem Kloster halte ich immer meine Meditationen ab.



Nach 4 Tagen kam der erste Teil vom Baumaterial, wie Zementsäcke, Ziegelsteine und Einiges mehr an. Der Nachbar war so freundlich und erlaubte uns, die Ziegelsteine vorübergehend auf seinem Land zu lagern. Das ist im Übrigen der Ausblick, wenn man aus dem Vordereingang herausschaut.



Hier sieht man einen Teil der Vorderfront des Hauses. Der Raum, vor dem die Zementsäcke gestapelt sind, ist der ehemalige Schweinestall, der sich jetzt rechts befindet.



Jetzt muss das Baumaterial aufs Dach, also greife auch ich zur Schaufel, und die nepalesische Frau scheut sich nicht vor der schweren Last.





Die ersten Ziegelsteine werden zur Nachbarhausseite verlegt.



Hier wird eine Säule aus Ziegelsteinen errichtet, diese soll nachher den kleinen Balkon tragen.



Nach 2 Wochen durften wir schon die ca. 1,20 m hohe Mauer rund ums Haus begutachten.



Meine Frau, Jeanette Wader, ließ es sich nicht nehmen, die schüchterne Mutter der Familie zu einem Foto zu überreden.



Manisha, die älteste Tochter (21 Jahre), stand voller Stolz vor dem Stück Mauer, das zum Nachbarhaus zeigt (also rechts von ihr aus). Die Aussicht hinter ihr ist die Rückwand des Hauses. Hier erkennt man an ihrer Jacke ganz deutlich, wie windig und kalt es trotz Sonnenschein ist. Auch in Nepal ist im Januar Winterzeit.



Diesen Blick hat man rechts vom Haus, wenn man davor steht. Es zeigt eines der vielen Klöster in dem Ort Pharping. Unten rechts im Bild erkennt man einen Teil des neuen Schweinestalls, der sich vorher direkt im Haus befand.



Dies ist der ehemalige Schweinestall, der jetzt zu einem bewohnbaren Raum umgebaut wird - vermutlich zur Küche. Die Mauer wurde bereits aufgestemmt, sodass schon ein Fensterrahmen eingebaut werden konnte.



Die ersten 14 Tage sind vorüber, und meine Frau muss leider den Heimflug antreten - also kocht die Mutter der Familie ein leckeres Abendessen zum Abschied.



Gemeinsames Abschiedsfoto mit meiner Frau Jeanette:



Auch ich nutze die Chance für ein gemeinsames Foto:



Nach dem Abschiedsabend ging es für mich und die Bauarbeiter weiter - schließlich hatten wir bis zu meiner Heimkehr nur noch 14 Tage und wollten noch so viel wie möglich schaffen.

Dies ist der Blick nach hinten raus:





Hier stehe ich hinter dem Haus, und links erkennt man jetzt ganz deutlich den neuen Schweinestall.





Zwei Türrahmen werden gesetzt:



Wie man erkennt, sind die neuen Türrahmen schon gut eingemauert:







Vorderansicht:







Wir sind gut vorangekommen, besser als wir dachten. Da gibt es allen Grund zum Lächeln, und die Zeit für Späße gehört dazu.



Nun ist auch mein letzter Tag in Pharping, und wir stehen alle stolz vor dem Umbau des Hauses:





Einen Monat nach meiner Rückkehr nach Deutschland bekam ich überraschend die folgenden Bilder. Man sieht den Aufbau einer weiteren Etage.

Seitenansicht



Frontansicht


Ich hoffe, Ihnen allen hat die ausführliche Fotodokumentation und detaillierte Beschreibung gefallen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Spender. Ohne Sie wäre dieses Projekt nie möglich gewesen.

Ihr Marco Wader


Januar 2016

Auch in diesem Jahr war ich in Nepal/Pharping, um mich nach dem großen Erdbeben im April 2015 nach den Menschen zu erkundigen, mir die Zerstörungen im Land anzuschauen und Kleidung und Hilfsgüter, die noch immer in jedem Bereich fehlen, zu verteilen.

Der Ort Pharping hatte durch das starke Erdbeben insgesamt 4 Tode zu beklagen. Durch monatelang fehlende Güter wie Gas, das kaum zu bezahlende Feuerholz, Mangel an jegliche Art von Lebensmittel, hunderte von zerstörten Häusern, fehlende Touristen und die damit fehlenden Einnahmequellen, Mangel an Arbeit, zu wenig Medikamente, kaum Treibstoff ist die Verzweiflung der Menschen fast ins Unermessliche gewachsen. Auch 1 Jahr nach dem Erdbeben gibt es noch unzählige Opfer im ganzen Land und auch in dem Ort Pharping.

In Pharping sind Zelte erst 3 Monate nach dem Erdbeben eingetroffen. Bis dahin schliefen die Menschen im Freien. Für viele Menschen war es nachts zu kalt, sodass sie zum Teil gezwungen waren, wieder unter lebensgefährlichen Bedingungen in ihre teils abbruchreifen Häuser zurückzukehren.

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